ScratchJr

Ich bin durch einen Freund auf ScratchJr aufmerksam gemacht worden, dem kleinen Bruder der „Programmiersprache“ Scratch (https://scratch.mit.edu/). ScratchJr läuft auf neben Tablets (Android und iPad) auch als ChromeApp und soll es va. Kindern ermöglichen, erste „Programmiererfahrungen“ zu sammeln, in dem in einer einfachen Entwicklungsumgebung Sprites gestaltet und bewegt werden können. Einfache logische Verknüpfungen oder Schleifen können eingefügt werden, sowie Schaltflächen Funktionen zugefügt werden. Wie bei Scratch auch, werden die einzelnen Befehle wie Puzzelteile zu mehr oder weniger komplexen Abläufen zusammengefügt. Eine große Auswahl an vorgefertigten Sprites und Hintergrundgrafiken macht den Einstieg leicht. Meine Erfahrung war, dass zuerst wohl eher (interaktive) Animationen entstehen, Spiele sind komplexer und stoßen recht schnell an die Grenzen der ScratchJr-App. Da bietet das große Scratch dann wesentlich mehr Möglichkeiten.

Animierte Cartoons mit GoAnimate

Mit GoAnimate von Youtube (http://www.youtube.com/create_detail/GoAnimate) kann man jetzt kleine animierte Dialoge zwischen Comic-Charakteren erstellen. Dafür gibt es einige vorgefertigte Szenen (Interviewstudio im Fernsehen, Smalltalk im Büro, TV-Reportage beim Basketball usw.) und diverse Charaktere, denen man Worte in den Mund legt. Ein Sprachgenerator generiert dann die Sprache (leider nur in Englisch) und GoAnimate fügt dann alles zu einer kleinen Sequenz zusammen.
In der erweiterten Version kann man den Ton selbst mit einem Mikro aufnehmen um z.B. auch deutsche Texte zu haben. Hier kann man das Video auch schneiden, Charaktere verändern, Objekte positionieren und Hintergründe auswählen.

Pixlr Editor – mein neuer Favorit für die Medienarbeit

Seit langem bin ich ja schon auf der Suche nach einem guten und passendem Bildbearbeitungprogramm für die Medienarbeit mit Jugendlichen. Mein bisheriger Favorit Paint.NET hat sich leider mehr und mehr disqualifiziert, weil es nicht auf Windows 2000 läuft (was mein bisheriger Arbeitsplatz eben benutzt) und weil ich finde, dass es zu wenig schöne Effekte und Filter mitbringt, die bei Jugendlichen immer beliebt sind und schnell zu guten Ergebnissen führen. Das Nachinstallieren von Effekten empfand ich bisher als mühsam, verbuggt und qualitativ häufig schlecht.

Mein persönlicher Favorit Paint Shop Pro, das ich seit Jahren benutze und mit dem ich quasi groß geworden bin, steht nie zur Debatte, weil es einerseits Geld kostet (das ja fast nie da ist) und inzwischen auch nicht mehr einfach zu erlernen ist, da es immer komplexer geworden ist.

Adobe Photoshop ist meinerseits ebenfalls viel zu komplex und für die Arbeit mit Jugendlichen nicht adäquat. Ich finde es wenig sinnvoll, so ein teures Programm(paket) zu kaufen, es Jugendlichen beizubringen und dann sagen zu müssen, dass sie es sich für zu Hause wohl kaum legal installieren können, ohne sich tief zu verschulden.

Nun bin ich endlich fündig geworden und bin seit einigen Wochen sehr glücklich mit Pixlr.com (http://pixlr.com/editor/). Das Tolle und Erstaunliche an Pixlr ist, dass es auf jedem Betriebssystem per Flash in einem einigermaßen aktuellem Browser läuft. Zudem ist es kostenlos. Ich bin somit unabhängig von Betriebssystemen, Adminrechten, knappen Budgets und habe trotzdem einen Funktionsumfang, der sich absolut sehen lassen kann:

  • Ebenen (mit Transparenz, verschiedenen Misch-Modi und Effekten)
  • viele gute Filter und Effekte
  • Anständige Werkzeuge (Zauberstab, verschiedene Lassos, Farbe ersetzen, gute Stencils, Verläufe usw.)
  • Direkte Anbindung an die „Cloud“, also Bilddiensten und ähnlichem (Picasa, Flickr, Facebook)
  • Mehrsprachigkeit
  • die für mich wichtigesten Bildformate werden unterstützt (JPEG, PNG, BMP, GIF und das Pixlr-eigene PXD)

Im Fullscreen-Modus, also ohne Browsermenüs, „fühlt“ sich Pixlr wie ein installiertes Desktopprogramm an und reagiert flink und exakt.

Es gibt von Pixlr noch einen „kleinen Bruder“ namens Pixlr Express (http://pixlr.com/express/), mit dem man schnell und unkomplioziert Bildeffekte auf Fotos anwenden kann. Es gibt eine Reihe vorgefertigter Effekte, die mir überwiegend sehr gut gefallen.

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„Jungs machen Medien“ – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen – Diplomarbeit von Robert Halbscheffel

Ich habe mal meine Diplomarbeit mit dem Titel „Jungs machen Medien – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen“ hochgeladen, die ich im Jahre 2004 geschrieben und damit mein Studium der Sozialarbeit abgeschlossen habe.

Die Arbeit ist somit gut sechs Jahre alt und einige Dinge würde ich jetzt anders machen als damals. Inzwischen habe ich vor allem mehr praktische Erfahrung mit den verschiedensten Zielgruppen sammeln können, vor allem mit „schwierigeren“ Jungs. Einige der beschriebenen Methoden haben sich aber zu echten Klassikern gemausert, die ich immer noch gerne, immer leicht verändert, anwende.

Download: „Jungs machen Medien“ – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen – Diplomarbeit von Robert Halbscheffel“ (460kB PDF)

Interview mit Klaus Hurrelmann bei Spiegel Online

Bei Spiegel Online gibt es ein Interview mit Klaus Hurrelmann (Uni Bielefeld) zur Lernmotivation von Jungen:

Ihre Lernmotivation ist mau, in der Schule schwächeln sie und verfallen oft in Macho-Posen: Was ist bloß mit den Jungs los? Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Jugendforscher Klaus Hurrelmann, warum Schülerinnen die Schüler abhängen – und was Lehrer tun können.

Boys Day am 22. April 2010

Analog zum inzwischen wunderbar etablierten Girl’s Day gibt es ja inzwischen auch einen Boy’s Day. Ich habe mir mal die Internetseite des Boy’s Days in Baden Württemberg angeschaut und bin ein bisschen enttäuscht. Mal davon abgesehen, dass die Aussenwirkung der Seite und des Boys Days insgesamt weit hinter der des Girls Days liegt, finde ich im Raum Freiburg nur sehr wenige Angebote für Jungs für diesen Tag: es gibt rund um Freiburg nur 8 Angebote: 6 kommunale Kitas bieten Schnuppertage an, ergänzt wird das Angebot durch ein Praktikumsangebot der Theresienklinik in Bad Krozingen (als Pfleger) oder das Christopheruns Werk in Oberrimsingen als Erzieher/ Sozialarbeiter/ Lehrer.

Wieso war es nicht möglich, weitere Kooperationspartner vor allem aus der freien Wirtschaft zu bekommen? Ich denke da vor allem an Friseure, Zahnärzte (Zahnmedizinische Fachangestellter), Hotels (Hotelfachmann) oder sonstige Betriebe mit „klassischen Frauenberufen“ z.B. aus dem Gesundheitssektor.

Forum Freiburger Schulen der Zukunft: Jungen: Verstehen – Fördern – Begleiten

Jungen haben zunehmend Probleme in der modernen Gesellschaft: Zwei Drittel der Sonderschüler/innen und der Schulabbrecher und über die Hälfte der Sitzenbleiber sind Jungen. Wie entstand dieser Trend, und wie kann man ihn stoppen? Die städtische Veranstaltungsreihe Forum Freiburger Schulen der Zukunft versucht Antworten zu geben. „Jungen: Verstehen – Fördern – Begleiten. Geschlechtsbezogene Bildung als Aufgabe der Schule“ lautet der Titel der öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 21. Januar, um 19 Uhr im Filmsaal der Max-Weber-Schule, Fehrenbachallee 14. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen auf der Homepage der Stadt Freiburg.

Sozialpädagoge: Verteufelung von Computerspielen kontraproduktiv

Auf Heise.de gibt es einen Hinweis auf einen Artikel des Sozialpädagogen Jannis Wlachojiannis (Lostin Space – Beratung für Computer- und Internetsüchtige) in der Zeitschrift KJug (Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis).

Spielt ihr Kind exzessiv am Computer, hilft es nicht, wenn Eltern das Spiel verteufeln. Sätze wie „Das Spiel ist daran schuld, dass du sitzengeblieben bist“ oder „Die Entwickler der Spiele müsste man verklagen“ führten eher zu mehr Streit in der Familie, erläutert der Sozialpädagoge Jannis Wlachojiannis von Lost in Space, der Beratung für Computerspiel- und Internetsüchtige des Caritasverbandes Berlin. Stattdessen sollten die Eltern versuchen, mit ihrem Kind eine einvernehmliche Lösung über die Spieldauer zu finden.

Bestandsaufnahme, Anforderungen & Perspektiven für die Jungenarbeit in Baden-Württemberg

Unter dem Titel Bestandsaufnahme, Anforderungen & Perspektiven für die Jungenarbeit in Baden-Württemberg hat Katrin Schmeel aus Würzburg schon im Jahr 2005 eine Diplomarbeit geschrieben. Von mir erst jetzt entdeckt, aber sicher nicht zu spät zu lesen.

Diplomarbeit als PDF-Datei (400 kB) auf der Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Baden-Württemberg e.V.