Böse Jungs! Sind Jungen schlechte Menschen?

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Fachtag der LAGJ-Baden-Württemberg am 1. April 2008 in Stuttgart. In den Workshops sind mit dabei:

  1. Uwe Seitz: „Arbeit mit straffälligen Jugendlichen in sozialen Trainingskursen in der Jugendhilfe“
  2. Armin Krohe-Amann: „Geschlechterdifferenzierende Arbeit mit Jungen an Schulen“
  3. Gerhard Dinger: „Die Arbeit mit rechtsradikalen Jugendlichen“
  4. Gökay Sofuoglu: „Migrationssensible Arbeit mit Jungen (mit Migrationshintergrund)“
  5. Christof Georgi: „Die Arbeit mit Jungen in der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit“

Jungen und junge Männer als geschlechtshomogene Gruppe geraten dann in die Schlagzeilen, wenn Aggression, Gewalt und Kriminalität im Mittelpunkt stehen. In diesem Kontext rücken häufig auch Jungen mit Migrationshintergrund in das Zentrum des Interesse. Diese sind in den einschlägigen Statistiken zu Gewalt und Kriminalität überproportional vertreten. Wobei Hintergründe der Zahlen dabei selten dargestellt oder diskutiert werden. Auch nicht, dass die Mehrheit der Jungen, mit und ohne Migrationshintergrund, nicht mit gewaltaffinem Handeln auffällt.

Dennoch ist der Zusammenhang zwischen Entwicklung und Vergesellschaftung einerseits und Gewalt und Kriminalität andererseits gegeben.
Für Fachkräfte aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (schulisch und außerschulisch) insbesondere aus der Jungenarbeit stellt sich immer die Frage, wie dem Gewaltphänomen in der Praxis begegnet werden kann. Muss Aggression, Gewalt und Kriminalität in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt werden, obwohl dies nur eine Minderheit der Jungen betrifft? Klar ist, dass Gewalt in seinen unterschiedlichen Facetten begegnet werden muss.

Die Anmeldegebühr beträgt 29 Euro. Weitere Infos unter www.lag-jungenarbeit.de.

Scary Guy in Deutschland

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Wie ich soeben bei Spiegel Online lesen durfte, kommt Scary Guy nach Deutschland. Der komplett tätowierte Amerikaner, Motivationstrainer und Sozialarbeiter wird einige Vorträge in Deutschland geben.

Bisherige Auftritte vom Scary Guy in Darmstadt und Ludwigshafen Ende 2007 wurden vom Network ROPE organisiert.

Ich habe Scary Guy bisher nur in einer Dokumentation von Arte gesehen und war beeindruckt. Zum einen schockiert Scary Guy durch sein Äußeres, schafft es aber innerhalb von wenigen Augenblicke eine Beziehung zu seinen jugendlichen Zuhörern aufzubauen. Mit Aufrichtigkeit und Respekt den Jugendlichen gegenüber schafft er es, genau dies von ihnen einzufordern und so gegen Vorurteile, Gewaltbereitschaft und Hass vorzugehen. Er agiert dabei nach dem Prinzip „Haltung statt Methode“, das mir immer wieder wichtig scheint in der Arbeit mit schwierigen Jungs und Jugendlichen.