Animierte Cartoons mit GoAnimate

Mit GoAnimate von Youtube (http://www.youtube.com/create_detail/GoAnimate) kann man jetzt kleine animierte Dialoge zwischen Comic-Charakteren erstellen. Dafür gibt es einige vorgefertigte Szenen (Interviewstudio im Fernsehen, Smalltalk im Büro, TV-Reportage beim Basketball usw.) und diverse Charaktere, denen man Worte in den Mund legt. Ein Sprachgenerator generiert dann die Sprache (leider nur in Englisch) und GoAnimate fügt dann alles zu einer kleinen Sequenz zusammen.
In der erweiterten Version kann man den Ton selbst mit einem Mikro aufnehmen um z.B. auch deutsche Texte zu haben. Hier kann man das Video auch schneiden, Charaktere verändern, Objekte positionieren und Hintergründe auswählen.

Studie zu Pornographie und neue Medien

Zwar schon etwas älter, aber sollte hier nicht fehlen: ProFamilia Rheinland-Pfalz hat den Umgang von Jugendlichen mit pornographischen Inhalten im Internet untersucht. Interessant ist, dass dabei auch 11jährige befragt wurden, die durchaus Erfahrungen mit Pornographie im Internet haben. Dies deckt sich mit meinen Erfahrungen aus der Praxis, wo ich immer wieder Gespräche mit 10-11jährigen über ihre Erkundungen im Internet führe. Viele kennen einschlägige Pornoseiten, nennen URLs, und erzählen, was sie da so zu sehen bekommen. Pornographie auf Handys (Filmsequenzen oder Spiele) spielt dann nach meiner Erfahrung erst etwas später ein Rolle (ca. ab 13 J.).

Welche Auswirkung ein so früher Konsum von Pornographie auf die sexuelle Identität der Jugendlichen haben wird, kann in seinem gesamten Ausmaß wohl erst in einigen Jahren erkannt werden.

Hier kann die Studie heruntergeladen werden.

(via Medienpädagogik Praxis)

Böse Jungs! Sind Jungen schlechte Menschen?

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Fachtag der LAGJ-Baden-Württemberg am 1. April 2008 in Stuttgart. In den Workshops sind mit dabei:

  1. Uwe Seitz: „Arbeit mit straffälligen Jugendlichen in sozialen Trainingskursen in der Jugendhilfe“
  2. Armin Krohe-Amann: „Geschlechterdifferenzierende Arbeit mit Jungen an Schulen“
  3. Gerhard Dinger: „Die Arbeit mit rechtsradikalen Jugendlichen“
  4. Gökay Sofuoglu: „Migrationssensible Arbeit mit Jungen (mit Migrationshintergrund)“
  5. Christof Georgi: „Die Arbeit mit Jungen in der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit“

Jungen und junge Männer als geschlechtshomogene Gruppe geraten dann in die Schlagzeilen, wenn Aggression, Gewalt und Kriminalität im Mittelpunkt stehen. In diesem Kontext rücken häufig auch Jungen mit Migrationshintergrund in das Zentrum des Interesse. Diese sind in den einschlägigen Statistiken zu Gewalt und Kriminalität überproportional vertreten. Wobei Hintergründe der Zahlen dabei selten dargestellt oder diskutiert werden. Auch nicht, dass die Mehrheit der Jungen, mit und ohne Migrationshintergrund, nicht mit gewaltaffinem Handeln auffällt.

Dennoch ist der Zusammenhang zwischen Entwicklung und Vergesellschaftung einerseits und Gewalt und Kriminalität andererseits gegeben.
Für Fachkräfte aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (schulisch und außerschulisch) insbesondere aus der Jungenarbeit stellt sich immer die Frage, wie dem Gewaltphänomen in der Praxis begegnet werden kann. Muss Aggression, Gewalt und Kriminalität in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt werden, obwohl dies nur eine Minderheit der Jungen betrifft? Klar ist, dass Gewalt in seinen unterschiedlichen Facetten begegnet werden muss.

Die Anmeldegebühr beträgt 29 Euro. Weitere Infos unter www.lag-jungenarbeit.de.

Scary Guy in Deutschland

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Wie ich soeben bei Spiegel Online lesen durfte, kommt Scary Guy nach Deutschland. Der komplett tätowierte Amerikaner, Motivationstrainer und Sozialarbeiter wird einige Vorträge in Deutschland geben.

Bisherige Auftritte vom Scary Guy in Darmstadt und Ludwigshafen Ende 2007 wurden vom Network ROPE organisiert.

Ich habe Scary Guy bisher nur in einer Dokumentation von Arte gesehen und war beeindruckt. Zum einen schockiert Scary Guy durch sein Äußeres, schafft es aber innerhalb von wenigen Augenblicke eine Beziehung zu seinen jugendlichen Zuhörern aufzubauen. Mit Aufrichtigkeit und Respekt den Jugendlichen gegenüber schafft er es, genau dies von ihnen einzufordern und so gegen Vorurteile, Gewaltbereitschaft und Hass vorzugehen. Er agiert dabei nach dem Prinzip „Haltung statt Methode“, das mir immer wieder wichtig scheint in der Arbeit mit schwierigen Jungs und Jugendlichen.

Boy’s Day

Neue Wege für Jungs

Alternativ zum seit Jahren etablierten „Girl’s Day“, soll es ab sofort auch jedes Jahr einen „Boy’s Day“ am letzten Aprilwochenende geben. Am Boy’s Day sollen Jungs Einblicke in Berufsfelder erhalten, die vorwiegend von Frauen besetzt sind, also vor allem Berufe im sozialen und erzieherischen Bereich in entsprechenden Einrichtungen wie z. B. Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen, Behindertenhilfe.

2007 war ein Modellversuch in vier Modellregionen vorausgegangen (Region Ostwürttemberg, Esslingen, Tübingen, Reutlingen) . Freiburg oder der Südbadische Raum sind bisher nicht vertreten.