ScratchJr

Ich bin durch einen Freund auf ScratchJr aufmerksam gemacht worden, dem kleinen Bruder der „Programmiersprache“ Scratch (https://scratch.mit.edu/). ScratchJr läuft auf neben Tablets (Android und iPad) auch als ChromeApp und soll es va. Kindern ermöglichen, erste „Programmiererfahrungen“ zu sammeln, in dem in einer einfachen Entwicklungsumgebung Sprites gestaltet und bewegt werden können. Einfache logische Verknüpfungen oder Schleifen können eingefügt werden, sowie Schaltflächen Funktionen zugefügt werden. Wie bei Scratch auch, werden die einzelnen Befehle wie Puzzelteile zu mehr oder weniger komplexen Abläufen zusammengefügt. Eine große Auswahl an vorgefertigten Sprites und Hintergrundgrafiken macht den Einstieg leicht. Meine Erfahrung war, dass zuerst wohl eher (interaktive) Animationen entstehen, Spiele sind komplexer und stoßen recht schnell an die Grenzen der ScratchJr-App. Da bietet das große Scratch dann wesentlich mehr Möglichkeiten.

Animierte Cartoons mit GoAnimate

Mit GoAnimate von Youtube (http://www.youtube.com/create_detail/GoAnimate) kann man jetzt kleine animierte Dialoge zwischen Comic-Charakteren erstellen. Dafür gibt es einige vorgefertigte Szenen (Interviewstudio im Fernsehen, Smalltalk im Büro, TV-Reportage beim Basketball usw.) und diverse Charaktere, denen man Worte in den Mund legt. Ein Sprachgenerator generiert dann die Sprache (leider nur in Englisch) und GoAnimate fügt dann alles zu einer kleinen Sequenz zusammen.
In der erweiterten Version kann man den Ton selbst mit einem Mikro aufnehmen um z.B. auch deutsche Texte zu haben. Hier kann man das Video auch schneiden, Charaktere verändern, Objekte positionieren und Hintergründe auswählen.

„Jungs machen Medien“ – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen – Diplomarbeit von Robert Halbscheffel

Ich habe mal meine Diplomarbeit mit dem Titel „Jungs machen Medien – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen“ hochgeladen, die ich im Jahre 2004 geschrieben und damit mein Studium der Sozialarbeit abgeschlossen habe.

Die Arbeit ist somit gut sechs Jahre alt und einige Dinge würde ich jetzt anders machen als damals. Inzwischen habe ich vor allem mehr praktische Erfahrung mit den verschiedensten Zielgruppen sammeln können, vor allem mit „schwierigeren“ Jungs. Einige der beschriebenen Methoden haben sich aber zu echten Klassikern gemausert, die ich immer noch gerne, immer leicht verändert, anwende.

Download: „Jungs machen Medien“ – Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit männlichen Jugendlichen – Diplomarbeit von Robert Halbscheffel“ (460kB PDF)

Forum Freiburger Schulen der Zukunft: Jungen: Verstehen – Fördern – Begleiten

Jungen haben zunehmend Probleme in der modernen Gesellschaft: Zwei Drittel der Sonderschüler/innen und der Schulabbrecher und über die Hälfte der Sitzenbleiber sind Jungen. Wie entstand dieser Trend, und wie kann man ihn stoppen? Die städtische Veranstaltungsreihe Forum Freiburger Schulen der Zukunft versucht Antworten zu geben. „Jungen: Verstehen – Fördern – Begleiten. Geschlechtsbezogene Bildung als Aufgabe der Schule“ lautet der Titel der öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 21. Januar, um 19 Uhr im Filmsaal der Max-Weber-Schule, Fehrenbachallee 14. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen auf der Homepage der Stadt Freiburg.

Sozialpädagoge: Verteufelung von Computerspielen kontraproduktiv

Auf Heise.de gibt es einen Hinweis auf einen Artikel des Sozialpädagogen Jannis Wlachojiannis (Lostin Space – Beratung für Computer- und Internetsüchtige) in der Zeitschrift KJug (Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis).

Spielt ihr Kind exzessiv am Computer, hilft es nicht, wenn Eltern das Spiel verteufeln. Sätze wie „Das Spiel ist daran schuld, dass du sitzengeblieben bist“ oder „Die Entwickler der Spiele müsste man verklagen“ führten eher zu mehr Streit in der Familie, erläutert der Sozialpädagoge Jannis Wlachojiannis von Lost in Space, der Beratung für Computerspiel- und Internetsüchtige des Caritasverbandes Berlin. Stattdessen sollten die Eltern versuchen, mit ihrem Kind eine einvernehmliche Lösung über die Spieldauer zu finden.

Kicken und Lesen

Kicken und Lesen

Unter dem Titel „Kicken und Lesen“ schreibt die Landesstiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem VfB Stuttgart Projektgelder für die Förderung der Lesekompetenz von Jungs aus. Unter anderem die PISA-Studien haben gezeigt, dass Jungs weniger lesen als Mädchen, und wenn sie lesen, dann lesen sie ander(e)s. Pünktlich zum EM-Jahr wird das Thema jetzt mit dem Dauerbrenner Fußball verbunden und vielleicht entstehen ja interessante Projekte für Jungs.

Die Projektgelder gibt es natürlich nur für Projekte in Baden-Württemberg.

JIM-Studie 2007 erschienen

Kürzlich ist die neue JIM-Studie für das Jahr 2007 erschienen. Schwerpunkt dieser Ausgabe war die Handynutzung durch Jugendliche, aber auch deren Missbrauch. In der Regel ist die Druckausgabe sehr schnell vergriffen, also beeilen oder die Studie als PDF downloaden.

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Handymissbrauch steigt an

94 Prozent aller Jugendlichen haben aktuell ein Mobiltelefon. Die breite Ausstattung technischer Möglichkeiten wie Datentausch oder Foto- und Videofunktionen ermöglicht dabei zunehmend missbräuchliche Anwendungen. 29 Prozent der Handybesitzer zwischen zwölf und 19 Jahren haben schon einmal mitbekommen, dass eine Schlägerei mit dem Handy gefilmt wurde. Mit einer Zunahme von 12 Prozentpunkten gegenüber 2006 hat sich dieser Wert fast verdoppelt. Inzwischen ist jeder dritte Junge und jedes vierte Mädchen mit diesem unter dem Namen „happy slapping“ bekannten Phänomen in Berührung gekommen. Hauptschüler berichten häufiger von solchen Vorkommnissen als Realschüler und Gymnasiasten.

Ein Drittel der jugendlichen Handybesitzer hat im Freundeskreis den Austausch von gewalthaltigen oder pornografischen Inhalten mitbekommen. Jeder zehnte Jugendliche war selbst betroffen und bekam solche jugendgefährdenden Inhalte auf sein Handy geschickt. Der Datenaustausch wird durch die gute Ausstattung der Handys begünstigt – zwei Drittel aller Jugendlichen haben ein Handy mit Bluetoothschnittstelle, die den kostenfreien Austausch ermöglicht. Vier von fünf Jugendlichen können mit ihrem Handy ins Internet gehen und haben eine integrierte Kamera.

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-)Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest bildet seit 1998 das Medien- und Freizeitverhalten der Jugendlichen zwischen zwölf bis 19 Jahren in Deutschland ab. Für die repräsentative Studie werden ca. 1.200 Jugendliche befragt. Die Gesamtergebnisse der 2007 zum zehnten Mal erhobenen Studie wurden heute in Mannheim vorgestellt.